Donnerstag, 23. August 2007

Adlerauge am Wellhorn – 20 SL 6b+ (bis Länge 17 gekommen)

Der Bericht dieser Tour beginnt schon etwas früher als die Tour selbst. Er beginnt mit einer Planungsphase, die wir hier immer haben, wenn das Wetter wieder einmal ein wenig besser wird. Samstag sollte es so weit sein und Sonntag sollten erst gegen Abend wieder Gewitter auftreten.
Es war Freitag und alles hing noch in tiefen Wolken. Eigentlich wollten wir nach unseren Felstouren mal wieder eine Hochtour unternehmen und fuhren nach Grindelwald, um uns im Bergführerbüro nach den Verhältnissen auf den hohen Bergen zu erkundigen. Am Jungfraujoch, was unser Ausgangspunkt gewesen wäre, hatte es fast einen Meter Neuschnee gegeben. Touren, die sich im Fels abspielten, würden dort oben kaum möglich sein. Von Touren, die sich im steileren Firn abspielten, wurde uns abgeraten. Außerdem waren auch schon einige Hüttenwarte wegen des Wetters abgestiegen, um nicht auf den Hütten eingeschlossen zu sein.
Wir berieten ein wenig hin und her und entschieden uns, die Touren auf einen späteren Zeitpunkt mit sichererem Wetter zu verschieben und auf bessere Verhältnisse zu warten.
Stattdessen würden wir wieder etwas im Fels unternehmen. Aber was? Nach ein paar Ruhetagen juckte es uns wieder in den Fingern. Unsere schönen Pläne von einer Hochtour waren durchkreuzt. Jetzt musste etwas anderes Großes kommen, das uns einen Ausgleich schaffen würde. Etwas hartes, für das man schon einiges an Willen und Durchhaltevermögen benötigt. Wir wollten uns mal auf die Probe stellen, wie fit wir schon waren.
In Meiringen kauften wir uns die neuste Auflage des Kletterführers „Schweiz extrem“, tankten ein wenig Energie bei einem Cappuccino, holten tief Luft und fuhren zur Rosenlauischlucht (siehe „Erste Woche“), um den Weg zum Fels für den morgigen Tag vorzubereiten.


Wir planten sehr früh aufzustehen und noch vor der Sonne am Fels zu sein, sodass wir mit ihr in die Wand einsteigen könnten und die Länge des Tages voll zur Verfügung hätten. Um sich im Dunkeln oder auf schlechten Wegen orientieren zu können, benötigt man Markierungen. Diese Markierungen müssen gut erkennbar und einfach zu errichten sein. Aus diesem Grund baut man so genannte Steinmänner. Es handelt sich dabei um Anhäufungen von Steinen, wie sie ober- und unterhalb zu sehen sind.


Nachdem wir den Weg ausgemacht hatten, markierten wir ihn auf dem Rückweg an Abzweigungen oder unübersichtlichen Stellen mit einer handvoll Steinmännern.

Punkt 3:30 Uhr war die Nacht für uns vorbei. Um Zeit zu sparen, bestand das Frühstück aus einem Stück Nusskuchen, einer Banane und Espresso (mit Zucker, da er [Zitat Chuck:] „grallig“ schmeckt und wir Energie brauchen würden). Der Himmel und sogar das Tal waren noch voller Wolken. Eigentlich nicht das Wetter, das man bei so einer Tour gebrauchen kann. Wir entschieden uns noch schnell dickere Windstopperfleecejacken einzupacken und wuchteten die Rucksäcke ins Auto.


Das Auto verließen wir auf 1370m um 4:41 Uhr und arbeiteten uns im Licht unserer Stirnlampen den Weg vom Vortag hinauf. Durch die angebrachten Markierungen kamen wir schnell voran und erreichten noch vor halb sieben den auf 2000m gelegenen Einstieg.


Es war noch ziemlich wolkig und die Sonne fing zaghaft an, versteckt hinter den Wolken aufzugehen.


Wir suchten als erstes den Einstieg in die Route „Adlerauge“ und legten dann unsere Ausrüstung an.


Die Sonne versuchte verbittert, zu uns durchzustoßen, aber die Wolken und Berge ließen sie nicht vorbei. Es war mit 4°C ziemlich kalt und wir fragten uns, wie man bei solchen Temperaturen die Finger an den Fels kriegen sollte.


Kurz erleuchtete die Sonne die Spitzen des aufgetürmten Eis des Rosenlauigletschers und wir entschieden uns, um 7:00 Uhr Felskontakt aufzunehmen.


Für die erste Seillänge, bewertet mit 5c+, benötigten wir ungefähr eine Stunde. Der Fels war nass und total rutschig. Die kalten Finger spürten die Griffe nicht und wir fanden wenig zum Festhalten. Während der ersten Seillänge dachte ich schon daran, dass wir gleich wieder alles einpacken und niedergeschlagen zurück zum Auto stolpern würden.


Aber es ging weiter und wir kamen voran. Oben sieht man Chuck schon in der dritten Seillänge (6a+) klettern. Langsam gewöhnten wir uns an das komische Gestein und die damit verbundene Kletterweise. Auch die Fingerspitzen füllten sich erneut mit Leben und kribbelten ein wenig, als das Blut sie wieder aufwärmte.


Kurz bevor ich die erste Seillänge nachstieg, kamen zwei weitere Kletterer den Hang hinauf und unser Gespräch lässt sich in zwei Zeilen komplett wiedergeben:

Fremder Kletterer: „Servus, wo steigt ihr denn ein?“
Ich: „Adlerauge“

Um diese Uhrzeit ist man meistens ziemlich wortkarg. Besonders, wenn sich jemand in der Route abmüht, in die man selber einstiegen möchte (da muss man immer Verzögerungen befürchten). Und auch dann, wenn jemand in die Route einsteigen will, in der man selber klettert (da muss man immer Drängeleien an den unbequemen Ständen befürchten, wenn die andere Truppe nicht genug Abstand hält).
Man sieht die beiden im unteren Bild hinter Chuck und auch noch eine dritte Truppe, die am Boden steht.


Viel bekamen wir von unseren Nachfolgern nicht mit. Wir durchstiegen mit gutem Tempo die nächsten Seillängen, welche mit ihrer 6a+ Bewertung und Kletterlängen um jeweils 40m schon ziemlich an der Kraft zerrten. Sogar die erste 6b+ von den insgesamt drei 6b+ gelang uns fast noch am Besten, sodass wir die Verfolger wohl erst einmal abgeschüttelt hatten.


Die Sonne entschied sich doch noch zu kommen, und wir konnten die dicken Jacken ablegen, die wir von da an im Rucksack trugen. In den schweren Seillängen (in dieser Route eigentlich in allen) kommt der Kletternde schnell ins Schwitzen, während der Sichernde sich kaum bewegt und so leicht anfängt zu frieren. Das Aus- oder Anziehen einer Jacke dauert immer eine Weile, da man die umgehängten Bandschlingen ablegen, die Kamera beiseite tun, den Rucksack absetzen und den Gurt lösen muss. Dabei hängt man irgendwo mitten in der Wand muss also alles sorgfältig mit Karabinern irgendwo anhängen, dann das An-/Ausziehen erledigen und sich in umgekehrter Reihenfolge wieder behängen. Für diesen Akt geht schon ein bisschen Zeit drauf und darum darf dies, wenn es schnell gehen soll, nicht so oft passieren. Insbesondere bedeutet das auch, dass sich am besten immer beide gleichzeitig umziehen, da man sonst im Endeffekt doppelt so lange brauchen würde.


Im obigen Bild weit unter Chuck sieht man links zwei dunkle Punkte: das sind unsere Rucksäcke. Rechts daneben ist ein kleines Häufchen: das sind zwei Kletterer mit ihrer Ausrüstung, die umgekehrt sind, da sie wohl zu langsam in der Route waren.


Nach der zwölften Seillänge, einer 6b+, stockte es bei uns auch ein wenig. Die Kraft war durch die vielen vorhergegangenen Seillängen schon so gut wie raus und wurde von diesem 46m langen „Killerviech“ noch einmal brutal eingefordert.
Danach gleich weiter in eine 6a+ zu starten ist dann doch etwas zu viel verlangt und so haben wir erst nach einigen Manövern und ein wenig kostbarer Zeit mit der darauf folgenden 6a und der sich anschließenden 6b weitermachen können.


Die Absicherung ist im „Schweiz extrem“ Führer mit „gut“ bewertet (siehe NICHT Erklärung in „Sagittarius“). Unserer Meinung nach ist diese Bewertung eine andere als im „Schweiz plaisir“ Führer (siehe Erklärung in „Sagittarius“). Wir mussten nun nicht nur überlegen, ob wir noch über die schweren Stellen der Seillängen hinwegkommen würden, sondern auch, ob wir es danach noch bis zum nächsten Stand schaffen würden. Diese Passagen mussten sehr sauber und mit etwas Reserve geklettert werden, da man sonst… (na ja, darüber denkt man nicht nach).


Die letzte 6b+, die noch kam, konnten wir beide nur noch A1 (Vorstieg) bzw. A0 (Nachstieg) klettern. Innerhalb unseres Zeitlimits schafften wir uns noch die siebzehnte Seillänge (5c) hinauf, dann war die Uhr abgelaufen. Bis 17:00 Uhr hatten wir uns Zeit gegeben, um noch im Hellen die Wand hinunter zu kommen. Nun war es 16:51 Uhr und wir blieben unserem Vorhaben treu, da es fast 600m unter uns gab, die wir noch aufmerksam in der Wand bis zu den Rucksäcken hinunter mussten.


Im letzten Bild für diesen Eintrag packe ich gerade das Seil ein. Es war noch hell wir waren ziemlich fertig, aber auch zufrieden mit unserer Leistung. Wir waren immerhin fast oben gewesen. Als wir das Auto erreichten war es 21:00 Uhr und schon fast wieder dunkel.

Über zwölf Stunden im Senkrechten und dazu noch ein saftiger Zu- und Abstieg zeigten ihre Wirkung. Noch zwei Tage später war der Muskelkater zu spüren und die Schrammen an den Händen bleiben wohl noch ein bisschen länger.

Chopper – 7 SL max. 6a+, 2 p.a.

Laut unserem Kletterführer sind Sagittarius und Chopper „die zwei großartigen Grimselklassiker“. Sagittarius hatten wir schon „abgehakt“ und mit Chopper sogar noch eine Rechnung offen. Wir hatten nämlich vor zwei Jahren schon einmal versucht, diese Route zu klettern. Damals sind wir mit Plastikstiefeln, Steigeisen und Pickeln in die enge Schlucht gelaufen, in der sich der Einstieg von Chopper befinden sollte. Es war auch Sommer damals und wir mussten trotzdem über ein Firnfeld in die Schlucht gelangen. Im oberen Teil brach dieses Feld ab und stellte für uns eine unüberwindbare Hürde dar. So sind wir damals vor Erreichen der Route schon umgekehrt.


In diesem Jahr hatten wir schon einmal in die Schlucht hoch geschaut und kein Firnfeld ausmachen können. Wir beschlossen also, die Steigeisen und Plastikstiefel wegzulassen und nur zur Sicherheit einen Pickel mitzunehmen, um nicht wieder umdrehen zu müssen.


Noch vor dem eigentlichen Einstieg mussten wir unsere Kletterausrüstung anlegen. Es galt, die Wand der Schlucht zu erklettern und in ihr einige Meter nach oben zu queren. Auf dem Boden des Einschnitts wurde der Weg durch einen riesigen Felsklotz versperrt. Wir wurden an dieser Stelle von zwei einheimischen Kletterern gefragt, ob wir denn auch unsere Neoprenschuhe mithätten. Eine Taucherausrüstung wäre in der Tat an manchen Stellen sinnvoll gewesen, da durch die Schlucht ein Bach hinab floss.
Weiterhin wurden wir auf unsere Pickel angesprochen, die man dieses Jahr mit Sicherheit nicht brauchte, da nur noch klägliche Firnreste im Schatten ihr Dasein fristeten.


Nach der ersten Kletterei ging es noch mal ca. 50m in der Schlucht bergauf, bevor wir den Einstieg erreichten. In der ersten Seillänge sieht man mich oberhalb, wie ich mich an den Fels schmiege. Die Schwierigkeit in dieser 6a+ bestand hauptsächlich in grifflosen Platten, die man durch Reibungskletterei bewältigen musste.
Der Seillänge folgend stieg ich in die Schlüssellänge ein, welche im unteren Bild zu sehen ist. Dort wird sie A0 (siehe Erklärung in Abadia) geklettert. Frei ist das Stück über das Dach mit 7a bewertet. Normalerweise wird dieser Abschnitt mit zwei Haken zur Fortbewegung geklettert. Wir zogen nur an einem, ohne dessen Hilfe wir den nächsten Griff leider um ein paar Zentimeter nicht erreichten.


Neben Reibungskletterei und Dachkletterei an großen Griffen mit viel Kraftaufwand wurde uns auch noch Kletterei an senkrechten Rissen geboten, wie man sie im nächsten Bild sieht.


Damit waren die unterschiedlichen Kletterstile von Chopper jedoch noch nicht erschöpft. Es gab auch noch lange sog. Piaz-Passagen. Beim Piazen hangelt man sich mit den Händen an einem Riss oder einer Kante entlang. Man baut mit den Armen so viel Spannung auf, dass die Füße an der Wand oder (wie unten) in der Platte halten, obwohl es dort (wenn man nicht piazt) keine ausreichenden Tritte gibt.


Besonders nett fanden wir auch den unten erkennbaren waagerechten Riss, in den man die Finger stecken und sich so über die glatte Wand nach rechts hangeln konnte. Insgesamt hat uns die Route durch ihren abwechslungsreichen Charakter gut gefallen, wir waren aber beide schon etwas angeschlagen von den vorhergegangenen Tagen. Ohne einen Ruhetag waren wir nun vier Tage am Stück unterwegs und hatten Sagittarius, Abadia und Bügeleiesen in den Knochen. Vielleicht kam uns deshalb die Bewertung von Chopper etwas härter vor als die von Sagittarius nebenan.


Beim Abseilen kam, was kommen musste: Die Seile fielen zielgerichtet genau in den Teil der engen Schlucht, der auch schon dem Wasser am besten gefallen hatte. Mit anderen Worten: Die Seile landeten im Bach, der durch die Schlucht floss. Viel ärgerte uns das nicht mehr, da wir sowieso am nächsten Tag genug Zeit hätten würden, die Seile zu trocknen. Das mussten wir übrigens in der Wohnung tun, da es wieder regnete.

Montag, 20. August 2007

Abadia – 11 SL max. 6b+, A1

Nach der kleinen Chaostour am Bügeleisen, bei der nicht alles so ganz glatt lief, fühlten wir uns fit für härtere Sachen. Eigentlich war die Tour durch unsere Zustiegsvariante und das Seilrettungsmanöver ja schon ziemlich hart gewesen… aber wenn man schon harte Sachen unternimmt, dann muss es eigentlich auch hart klingen. Man muss schon sagen, dass sich „6b+, A1“ schon eine Ecke härter anhört als „5c+“.


An diesem Felsen, der sich steil nach vorne lehnt und teilweise überhängt, wollten wir uns einmal versuchen. Ein großes A in der Bewertung der Schwierigkeit bedeutet, dass man die Seillänge technisch klettert, also die Haken zur Fortbewegung benutzt. Dabei heißt A0 man „zieht“ am Haken und A1 bedeutet, dass man sogar Trittschlingen benötigt, in die man sich am Haken hineinstellen kann.


Schon vor zwei Jahren waren wir an demselben Felsen unterwegs und haben beeindruckt auf die Route Abadia geschaut. Damals sind wir jedoch auf der nicht so steilen Seite eine leichtere Route („Heidi mier weidi mier beidi…“, 5c+) geklettert. Nun sollte es endlich so weit sein und wir wollten die Route herausfordern.


In der dritten Seillänge, in der man mich oben und Chuck unten sieht, war die erste 6b+ zu klettern. Insgesamt war die Route sehr steil und die Hauptschwierigkeiten in dieser Seillänge bestanden darin, über ein paar unübersichtliche Wülste hinüberzukommen. Uns beiden gelang diese Seillänge ziemlich gut, was einen ordentlichen Motivationsschub brachte.


Die Absicherung war im Führer mit „gut“ bewertet (siehe Erklärung bei Sagittarius). Das bedeute schon einige größere Hakenabstände und damit verbunden eine erhöhte Anforderung an die Konzentration. Zum einen musste man sehr sauber klettern, da die Stürze etwas länger sein könnten und zum anderen musste man an leichteren Stellen ein gutes Gespür für den Weg haben. In den leichteren Passagen stecken entsprechend weniger Haken und man kann diesen nicht immer so einfach folgen, da man sie nicht auf Anhieb sieht. Im unteren Foto musste ich erst mal wieder ein bisschen durch die Gegend gucken, bevor es weitergehen konnte.


Links neben uns sieht man auf manchen Fotos eine weitere Seilschaft. Es handelte sich wohl um ein schweizerisches Pärchen, das die Route Stabon - übrigens eine 7b - kletterte (wow!).


Nach vier steilen Seillängen kamen zwei, die sich auf der bel(i)ebteren Seite des Felsen hinaufzogen.


Diese waren etwas leichter und führten wieder nach links um die Kante ins Überhängende.


Vor der unten sichtbaren steilen Wand wechselten wir die Führung, damit jeder von uns seine 6b+ bekommen sollte (Chuck würde dann die mit der A1 Bewertung bekommen).


Aber noch waren wir nicht dort und vorher musste noch eine steile mit 6b bewertete Wand überwunden werden. Wenn man mal einen Blick auf das Wetter in den Fotos wirft, sieht man, dass der Himmel nicht immer nur blau vor sich hin strahlte.
Bevor wir in die folgenden drei Seillängen einstiegen, mussten wir noch einmal gut die Wetterlage betrachten und abwägen, da man sich später nicht mehr so einfach zurückziehen könnte.


Zwei etwas nasse und an den guten Griffen leicht schmierige Etappen später standen wir vor einem großen, zerklüfteten Dach, das sich über uns aufbäumte. Auf dem nächsten Foto sieht man Chuck schon darin herumbaumeln.


Über ihm erkennt man eine weiße Schlinge, in die man den Fuß stecken und sich aufrichten musste. Wer schon mal auf einer Strickleiter gestanden hat, der kann erahnen, wie sich die freihängende Schlinge verhielt, als wir ihr unser Gewicht anvertrauten.


Für diese Seillänge, die immerhin schon die neunte an diesem Tag war, brauchte man auch nach der A1 Stelle noch eine Menge Kraft. Vielleicht kann man das an dem folgenden Gesichtsausdruck ablesen.


Jedenfalls brauchte ich am Stand erst mal eine Pause, bevor ich die letzen beiden Seillängen klettern konnte und wir oben waren.
Oben angekommen traf ich auf zwei Schweizer, die im Gegensatz zu uns den Abstieg zu Fuß antreten wollten. Wir beide hatten uns entschieden über die Wand abzuseilen, damit wir keine Schuhe mitschleppen müssten.
Beim Abseilen verfing sich das Seil wieder in einer Scharte und wir mussten ähnlich wie am Vortag noch ein Seilrettungsmanöver starten. Als wir nach dem Abseilen in Richtung Abstiegsweg liefen, trafen wir die beiden Schweizer, die zu Fuß hinunter gekommen waren. Auch deren Variante war nicht ganz ohne Probleme verlaufen und ihrer Meinung nach nicht zu empfehlen.
Auf dem etwa halbstündigen Weg vom Fels zum Auto gerieten wir in einen etwa halbstündigen starken Regenschauer. Mir gingen Chucks Worte anlässlich des zwischenzeitlich schlechten Wetters durch den Kopf, die er sagte, als wir gerade festen Boden erreicht hatten: „Dann ist ja doch noch alles gut gegangen, bis auf zwei drei Regentropfen haben wir nichts abbekommen.“.